Verfassung des Staates San Andreas

Verfassung — offizielle Fassung des Department of Justice.

Verfassung des Staates San Andreas

Präambel

„Wir, das Volk der Vereinigten Staaten, von der Absicht geleitet, unseren Bund zu vervollkommnen, die Gerechtigkeit zu verwirklichen, die Ruhe im Innern zu sichern, für die Landesverteidigung zu sorgen, das allgemeine Wohl zu fördern und das Glück der Freiheit uns selbst und unseren Nachkommen zu bewahren, setzen und begründen diese Verfassung für die Vereinigten Staaten von Amerika.“

Artikel 0 Staatsgewalt und verfassungsmäßige Ordnung

(1)

Alle Staatsgewalt im Staat San Andreas geht vom Recht aus.

(2)

Die rechtsprechende Gewalt wird durch unabhängige Gerichte ausgeübt. Sie ist von der Exekutive und der Anklagebehörde getrennt.

(3)

Die vollziehende Gewalt wird durch den Governor und die ihm nachgeordneten Behörden ausgeübt.

(4)

Gesetzgebung, Exekutive und Judikative sind getrennte Gewalten und an die Verfassung gebunden.

(5)

Kein Amtsträger besitzt Sonderrechte außerhalb seiner gesetzlichen Zuständigkeit.

(6)

Unvereinbarkeit. Richterliche Ämter und Ämter der Anklagebehörde oder der Exekutive schließen einander aus. Niemand darf zugleich Richter und Attorney General, Deputy Attorney General, Chief State Attorney, State Attorney oder Angehöriger einer Exekutivbehörde sein.

Artikel 0a Der Governor

(1)

Stellung. Der Governor ist Staatsoberhaupt des Staates San Andreas und Chef der Exekutive. Er vertritt den Staat nach innen und außen.

(2)

Zuständigkeiten. Der Governor a) leitet die Exekutive und die staatliche Verwaltung, b) führt den Oberbefehl über die Streitkräfte (Artikel 23), c) ernennt und entlässt die Leiter der Exekutivbehörden sowie den Attorney General und dessen Stellvertreter, d) ruft die Verteidigungsbereitschaftszustände (Artikel 18) aus und beendet sie, e) erklärt den Verfassungsnotstand nach Maßgabe des Artikels 24, f) übt das Begnadigungs- und Amnestierecht aus.

(3)

Dekretrecht. Der Governor kann in dringenden Fällen vorläufige Anordnungen mit Wirkung für die Exekutive erlassen. Sie dürfen bestehendem Recht nicht widersprechen, sind zu begründen und gerichtlich überprüfbar.

(4)

Ernennung von Richtern. Der Governor ernennt Richter auf Vorschlag des Chief Judge. Eine Abberufung von Richtern ist nur aus wichtigem Grund und nur mit Zustimmung des Obersten Gerichts zulässig.

(5)

Grenzen der Amtsgewalt. Der Governor a) übt keine rechtsprechende Gewalt aus, b) darf keine Weisungen an Gerichte erteilen und nicht in laufende Verfahren eingreifen, c) darf gerichtliche Entscheidungen nicht aufheben oder abändern; unberührt bleibt das Begnadigungsrecht nach Absatz 2 Buchstabe f, d) ist an die Verfassung und die Grundrechte (Artikel 1 ff.) gebunden, e) unterliegt mit allen seinen Akten der gerichtlichen Überprüfung.

(6)

Amt, Vertretung, Absetzung. Der Governor wird [durch die Serverleitung bestimmt / gewählt – festzulegen]. Die Amtszeit beträgt [__]. Bei Verhinderung wird er durch [den Attorney General / einen Deputy Governor] vertreten. Die Absetzung erfolgt [nach festzulegendem Verfahren]; sie ist auch bei schwerem Verfassungsbruch zulässig.

Artikel 0b Gerichtsbarkeit und Richterschaft

(1)

Aufbau. Die Rechtsprechung wird durch unabhängige Richter ausgeübt. Die Richterschaft gliedert sich in: a) Chief Judge – oberste Instanz der Rechtsprechung, Vorsitzender des Obersten Gerichts, Dienstaufsicht über die Richterschaft; b) Senior Judge – erfahrene Richter; sie vertreten den Chief Judge, sind Beisitzer des Obersten Gerichts und für alle Verfahren zuständig; c) Judge – Richter mit voller erstinstanzlicher Zuständigkeit; d) Junior Judge – Richter in Ausbildung; sie führen einfache Verfahren unter Aufsicht eines Judge oder Senior Judge und dürfen keine Beschlüsse in schweren Delikten (§ 13 Abs. 2 der Prozessordnung) fassen.

(2)

Unabhängigkeit. Richter sind unabhängig und nur dem Recht unterworfen. Sie sind an keine Weisung gebunden.

(3)

Oberstes Gericht. Das Oberste Gericht entscheidet als Kollegialorgan; es besteht aus dem Chief Judge als Vorsitzendem und mindestens zwei weiteren Richtern (Senior Judge oder Judge). Der Chief Judge besitzt keine Alleinentscheidungsgewalt.

(4)

Vertretung. Ist der Chief Judge verhindert oder befangen, tritt der dienstälteste Senior Judge an seine Stelle.

(5)

Befangenheit und Ersatz. Ist ein Richter betroffen oder befangen, ist er zwingend ausgeschlossen; an seine Stelle tritt ein anderer Richter. Ist kein Richter verfügbar, wird das Verfahren vertagt und zum schnellstmöglichen Termin nachgeholt; eine Vertretung durch die Anklagebehörde oder die Exekutive ist ausgeschlossen. Unberührt bleiben die Ermittlungs- und Zwangsbefugnisse der Anklagebehörde nach Artikel 0c Abs. 2; sie ersetzen keine gerichtliche Entscheidung.

(6)

Mindestbesetzung. Der Staat hält dauerhaft eine Richterschaft vor, die die Bildung des Obersten Gerichts nach Absatz 3 ermöglicht.

Artikel 0c Department of Justice und Anklagebehörde

(1)

Aufbau. Das Department of Justice ist Behörde der Anklage und der Rechtspflegeverwaltung. Es gliedert sich in: a) Attorney General – Leitung des Department of Justice, Inhaber des Anklagemonopols; b) Deputy Attorney General – ständiger Vertreter des Attorney General; c) Chief State Attorney – operative Leitung der Staatsanwaltschaft; d) State Attorneys – Anklagevertreter.

(2)

Befugnisse. Die Anklagebehörde ist befugt, Ermittlungs- und Zwangsmaßnahmen im eigenen Verfahren zu erlassen, insbesondere: a) Haftbefehle (§ 18 der Prozessordnung), b) Durchsuchungen von Personen, Fahrzeugen und mitgeführten Sachen bei hinreichendem Tatverdacht (§ 16 Abs. 2 der Prozessordnung), b-2) Durchsuchungen von Wohn- und Geschäftsräumen nur bei Gefahr im Verzug oder bei Nichterreichbarkeit eines Richters, nach neutraler Prüfung (§ 16 Abs. 1 der Prozessordnung); im Übrigen gilt der Richtervorbehalt des Artikels 9, c) Ermittlungs-, Überwachungs- und Sicherstellungsanordnungen nach Maßgabe der Gesetze, d) vorläufige Maßnahmen der Gefahrenabwehr bis zu einer gerichtlichen Entscheidung (§ 32 Abs. 3 der Prozessordnung), e) die Erhebung der Anklage und die Vertretung des Staates vor Gericht.

(3)

Grenzen. Die Anklagebehörde übt keine rechtsprechende Gewalt aus. Ihr sind insbesondere versagt: a) Urteile und die Feststellung von Schuld, b) die Festsetzung von Strafen außerhalb der eigenständigen Zuständigkeit der Exekutive, c) die Führung von Schnellverfahren oder Hauptverhandlungen, d) der Erlass einstweiliger Verfügungen sowie von Kontakt- oder Näherungsverboten gegen Bürger, e) jede Tätigkeit in Ersatzrichterschaft. Entgegen diesem Absatz ergangene Akte sind nichtig.

(4)

Nachträgliche richterliche Prüfung. Beschlüsse nach Absatz 2, die ohne Mitwirkung eines Richters ergehen, sind schriftlich zu begründen, aktenkundig zu machen und einem Richter binnen 24 Stunden zur Prüfung vorzulegen, sobald ein Richter verfügbar ist. Wird die Prüfung verweigert oder der Beschluss aufgehoben, gilt § 8 der Prozessordnung (Verwertungsverbot) entsprechend.

(5)

Befugnisse des Deputy Attorney General. Der Deputy Attorney General nimmt die Befugnisse des Attorney General in dessen Vertretung sowie im Rahmen der ihm übertragenen Aufgaben wahr. Haftbefehle nach Absatz 2 Buchstabe a kann er eigenständig unterzeichnen. Die Grenzen des Absatzes 3 gelten für ihn uneingeschränkt.

(6)

Verfahren gegen den Attorney General. Verfahren gegen den Attorney General oder seinen Stellvertreter werden durch einen unabhängigen Richter geführt; der Chief Judge bestimmt den zuständigen Richter.

(7)

Aufsicht. Das Department of Justice untersteht der Rechtsaufsicht des Governors; seine Maßnahmen unterliegen der gerichtlichen Kontrolle.

Artikel 1 Menschenwürde

Die Würde des Menschen ist ein unantastbares Gut. Es ist die Verpflichtung aller staatlichen Gewalt, diese Würde zu achten und zu schützen. Die nachfolgenden Grundrechte sind für die Gesetzgebung, die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung verbindlich und gelten unmittelbar.

Artikel 2 Recht auf freie Persönlichkeitsentfaltung, Leben und Freiheit

Jeder Mensch hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, solange er dabei nicht die Rechte anderer und keine Straf- oder Sittengesetze verletzt. Das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit sowie die Unverletzlichkeit der persönlichen Freiheit sind grundlegende Rechte, die nur aufgrund von Gesetzen eingeschränkt werden können.

Artikel 3 Gleichheit vor dem Gesetz

Vor dem Gesetz sind alle Staatsbürger gleich. Männer und Frauen genießen gleiche Rechte und dürfen nicht aufgrund ihrer ethnischen Herkunft, ihres Geschlechts, ihrer Religion, ihrer Weltanschauung, ihres Lebensalters oder ihrer sexuellen Identität benachteiligt oder bevorzugt werden.

Artikel 4 Religionsfreiheit

Jeder Mensch hat das uneingeschränkte Recht auf Glaubens- und Gewissensfreiheit. Das Recht auf den Genuss bürgerlicher und politischer Rechte darf nicht vom religiösen Bekenntnis abhängen.

Artikel 5 Meinungsfreiheit und Pressefreiheit

Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Zeitung sind gewährleistet und dürfen nicht zensiert werden. Diese Rechte finden ihre Grenzen in den allgemeinen Gesetzen und dem Schutz der persönlichen Ehre.

Artikel 6 Berufsfreiheit

Alle Bürger haben das Recht, ihren Beruf und Arbeitsplatz frei zu wählen; die Berufsausübung kann durch Gesetz oder aufgrund eines Gesetzes geregelt werden. Zwangsarbeit ist nur im Rahmen einer gerichtlich angeordneten Freiheitsentziehung zulässig.

Artikel 7 Versammlungsfreiheit

Jeder Bürger hat das Recht, sich friedlich und ohne Waffen zu versammeln, unter Beachtung von Anmeldung oder Erlaubnis. Für Versammlungen im Freien können Einschränkungen durch Gesetz oder staatliche Anordnung vorgesehen sein.

Artikel 8 Eigentum

Eigentum verpflichtet und ist unverletzlich. Eine Enteignung gegen den Willen des Eigentümers ist nur gemäß den gesetzlichen Bestimmungen oder aufgrund freiwilliger Übereinkunft im Sinne der Privatautonomie möglich.

Artikel 9 Unverletzlichkeit der Wohnung

Die Wohnung und die Anwesen eines Bürgers sind unverletzlich. Durchsuchungen von Wohn- und Geschäftsräumen dürfen grundsätzlich nur durch einen Richter angeordnet werden (Richtervorbehalt). Bei Gefahr im Verzug oder bei Nichterreichbarkeit eines Richters kann die Anordnung durch den Attorney General oder seinen Stellvertreter nach neutraler Prüfung sowie im Falle dringender Gefahr durch andere gesetzlich vorgesehene Organe ergehen; sie ist einem Richter binnen 24 Stunden zur Prüfung vorzulegen (Artikel 0c Abs. 4). Durchsuchungen von Personen, Fahrzeugen und mitgeführten Sachen bleiben hiervon unberührt. In Fällen schwerer Straftaten kann unter richterlicher Anordnung die akustische Überwachung von Wohnungen gestattet sein, wenn andere Untersuchungsmethoden unverhältnismäßig erscheinen.

Artikel 10 Recht auf Privatsphäre

Jeder Bürger hat das Recht auf die Unversehrtheit seiner Daten. Das Briefgeheimnis sowie das Post- und Fernmeldegeheimnis sind unantastbar. Beschränkungen dieser Rechte sind nur durch Gesetz oder gerichtlichen Beschluss erlaubt und dienen dem Schutz der freiheitlichen Grundordnung, der Aufklärung oder der Abwehr von Straftaten; die Betroffenen müssen über solche Beschränkungen unterrichtet werden.

Artikel 11 Immunität

(1)

Amtsträger genießen keinen Immunitätsschutz vor Strafverfolgung.

(2)

Maßnahmen gegen Amtsträger erfolgen nach den allgemeinen Gesetzen.

(3)

Der Governor, der Attorney General und der Chief Judge unterliegen wie jeder Bürger der Strafbarkeit und der gerichtlichen Kontrolle.

Artikel 12 Verbot der Folter

Niemand darf der Folter oder grausamer, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung oder Strafe unterworfen werden.

Artikel 13 Rechtliches Gehör

Soweit nach dieser Verfassung ein Grundrecht durch Gesetz oder aufgrund eines Gesetzes eingeschränkt werden kann, muss das Gesetz allgemein und nicht nur für den Einzelfall gelten. Die Grundrechte gelten auch für inländische juristische Personen, soweit sie anwendbar sind. Jeder, dessen Rechte durch staatliche Gewalt verletzt werden, hat das Recht auf rechtliches Gehör und den Zugang zum ordentlichen Rechtsweg. Die Exekutive ist verpflichtet, schriftliche Akten über Eingriffe in die Bürgerrechte anzufertigen.

Artikel 14 Einreise und Aufenthalt (Freizügigkeit)

Alle Menschen genießen Freizügigkeit im ganzen Staat. Dieses Recht darf nur durch Gesetz oder aufgrund eines Gesetzes eingeschränkt werden, insbesondere zur Abwehr einer drohenden Gefahr für den Bestand oder die Verfassung des Staates, zur Bekämpfung von Seuchengefahr, Naturkatastrophen oder besonders schweren Unglücksfällen, zum Schutze der Jugend vor Verwahrlosung oder um strafbaren Handlungen vorzubeugen.

Artikel 15 Recht auf Stimme

Jeder Mensch hat das Recht, sich einzeln oder in Gemeinschaft mit anderen schriftlich mit Bitten oder Beschwerden an die zuständigen Stellen zu wenden.

Artikel 16 Recht auf faire Verhandlung

(1)

Jede Person hat Anspruch auf ein unabhängiges und unparteiisches Gericht.

(2)

Richter sind bei eigener Betroffenheit oder Interessenkonflikten zwingend ausgeschlossen; an ihre Stelle tritt ein anderer Richter (Artikel 0b Abs. 5).

(3)

Verfahren gegen Angehörige der Anklagebehörde werden ausschließlich durch einen unabhängigen Richter geführt. Eine Verfahrensführung durch den Attorney General oder den Deputy Attorney General ist ausgeschlossen.

(4)

Niemand darf in eigener Sache Richter sein.

Artikel 17 Todesstrafe

Die Todesstrafe ist abgeschafft.

Artikel 18 Verteidigungsbereitschaftszustand (DEFCON)

Der Verteidigungsbereitschaftszustand (DEFCON) bezeichnet den Alarmzustand des Staates San Andreas und seiner gesamten staatlichen Behörden. Die Ausrufung, Verlängerung und Beendigung erfolgt durch den Governor. Im Fall eines nationalen Notfalls stehen fünf Verteidigungszustände zur Verfügung: DEFCON 1 – Kriegszustand: Akute nationale oder staatliche Bedrohung. Voller Einsatz von PD, SASP, DOJ, LS Army und LS Air Force. Einsatz schwerster Bewaffnung, gepanzerter Fahrzeuge und Luftfahrzeuge. Einrichtung militärischer Sicherheitszonen. Die LS Air Force übernimmt die vollständige Luftraumkontrolle. Kritische Infrastruktur und Regierungsgebäude werden militärisch gesichert. DEFCON 2 – Notfall: Schwere Bedrohung mit hoher Eskalationsgefahr. Dauerhafte Alarmbereitschaft aller Einsatzkräfte. Unterstützender Einsatz von Army und Air Force möglich. Sichtbarer Einsatz gepanzerter Fahrzeuge und Luftfahrzeuge. Verstärkte Luftraumüberwachung und Flugverbotszonen. Gesonderte Absicherung des DOJ. DEFCON 3 – Kampfbereitschaft: Angespannte Sicherheitslage. Erhöhte Präsenz von Exekutive und Militär. LS Army in schneller Verlegebereitschaft. LS Air Force übernimmt Aufklärung und Luftraumüberwachung. Militär greift nur auf ausdrückliche Anordnung ein. DEFCON 4 – Erhöhte Wachsamkeit: Latente Bedrohung oder präventive Lage. Verstärkte Aufklärung und Schutzmaßnahmen. Army und Air Force in Bereitschaft. Keine aktive militärische Präsenz im zivilen Alltag. DEFCON 5 – Normalzustand: Friedens- und Regelbetrieb. Keine erhöhte Bedrohung. Regulärer Dienstbetrieb von Army und Air Force. Hinweis: Bei keiner DEFCON-Stufe dürfen die Exekutivbehörden mutwillig gegen Grundrechte oder andere Gesetze verstoßen. Jedes Gesetz behält trotz eines Alarmzustands seine Gültigkeit. Der Alarmzustand berechtigt die Exekutivbehörden lediglich dazu, schneller und drastischer zu handeln. Richterliche Beschlüsse und Haftbefehle können unter Berücksichtigung der Notwendigkeit unverzüglich ausgestellt werden; die Zuständigkeit der Gerichte bleibt unberührt.

Artikel 19 Rechts- und Amtshilfe

Alle Behörden leisten sich gegenseitig Rechts- und Amtshilfe, insbesondere zur Aufrechterhaltung oder Wiederherstellung der öffentlichen Sicherheit oder Ordnung sowie bei Gefährdung durch Naturkatastrophen.

Artikel 20 Verfassungswidrigkeit von Gesetzen

(1)

Hält ein Gericht ein Gesetz für verfassungswidrig, ist das Verfahren auszusetzen.

(2)

Die Entscheidung trifft das Oberste Gericht als Kollegialorgan (Artikel 0b Abs. 3).

(3)

Der Chief Judge führt den Vorsitz, besitzt jedoch keine Alleinentscheidungsgewalt.

Artikel 21 Lebensveränderungen

Die Rechte auf Namensänderung, Eheschließung, Scheidung, Lebenspartnerschaft und Adoption werden in den Artikeln 21a bis 21e näher geregelt. Gerichtliche Entscheidungen nach diesen Artikeln trifft ein zuständiger Richter.

Artikel 21a Namensänderung

Jeder hat das Recht, einen Namen zu führen. Der Name darf nicht gegen die guten Sitten verstoßen. Die Änderung des Namens muss einen triftigen Grund besitzen, bevor sie vom Department of Justice genehmigt und durchgeführt werden kann. Voraussetzung ist, mindestens 14 Tage straffrei zu sein und kein offenes Verfahren anstehen zu haben.

Artikel 21b Ehe & Hochzeit

(1)

Die Ehe wird als freiwilliger Bund zweier volljähriger Personen geschlossen.

(2)

Eine Eheschließung erfordert die beiderseitige Zustimmung in freier Entscheidung und ist vor der zuständigen staatlichen Stelle zu erklären.

(3)

Die Ehe begründet gegenseitige Rechte und Pflichten, insbesondere zur Fürsorge und gegenseitigen Unterstützung.

(4)

Eine Lebenspartnerschaft zweier Personen gleichen Geschlechts steht der Ehe gleich.

(5)

Das Department of Justice, vertreten durch einen zuständigen Richter, kann die Eheschließung verweigern, wenn begründete Zweifel an der Freiwilligkeit, der Geschäftsfähigkeit oder an der Rechtmäßigkeit der Verbindung bestehen.

Artikel 21c Scheidung der Ehe

(1)

Eine Ehe kann geschieden werden, wenn die eheliche Lebensgemeinschaft gescheitert ist und die Fortführung unzumutbar erscheint.

(2)

Die Scheidung wird durch ein Gericht ausgesprochen.

(3)

Mit der Scheidung erlöschen die wechselseitigen Rechte und Pflichten aus der Ehe, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist.

(4)

Die Kosten des Verfahrens tragen beide Parteien zu gleichen Teilen.

Artikel 21d Adoption

(1)

Adoption ist die rechtliche Annahme eines Kindes oder einer volljährigen Person in eine bestehende Familie.

(2)

Sie setzt eine gerichtliche Entscheidung voraus und dient dem Kindeswohl bzw. dem Wohlergehen der aufgenommenen Person.

(3)

Zwischen der adoptierenden und der zu adoptierenden Person muss ein Mindestaltersunterschied von fünf (5) Jahren bestehen.

(4)

Mit der Adoption entstehen die gleichen Rechte und Pflichten wie aus natürlicher Abstammung.

(5)

Das Department of Justice, vertreten durch einen zuständigen Richter, kann eine Adoption verweigern, wenn begründete Zweifel am Kindeswohl, an der persönlichen, charakterlichen oder wirtschaftlichen Eignung der Adoptiveltern oder an der Rechtmäßigkeit des Verfahrens bestehen.

(6)

Zweifel am Kindeswohl liegen insbesondere vor, wenn eine körperliche, seelische oder emotionale Gefährdung zu erwarten ist, Hinweise auf Missbrauch, Vernachlässigung oder Ausbeutung bestehen, die Adoption überwiegend eigennützigen oder rechtswidrigen Zwecken dient oder eine stabile familiäre, soziale oder wirtschaftliche Lebenssituation nicht gewährleistet ist.

(7)

Zweifel an der Eignung der Adoptiveltern liegen insbesondere vor bei erheblichen Vorstrafen – insbesondere im Bereich Gewalt-, Sexual- oder Betäubungsmitteldelikte –, bei nachweislicher Unfähigkeit zur verantwortungsvollen Erziehung, bei psychischen oder suchtbedingten Einschränkungen, die das Kindeswohl gefährden könnten, oder wenn keine ausreichenden finanziellen oder sozialen Mittel zur Versorgung des Kindes vorhanden sind.

Artikel 21e Annullierung der Adoption

(1)

Eine Adoption kann annulliert werden, wenn bei der Annahme wesentliche Voraussetzungen gefehlt haben (z. B. Täuschung, Zwang, unzureichende Prüfung der Eignung).

(2)

Die Annullierung wird ausschließlich durch gerichtlichen Beschluss festgestellt.

(3)

Mit der Annullierung gilt das Annahmeverhältnis als von Anfang an nichtig; das Gericht hat dabei das Kindeswohl vorrangig zu berücksichtigen.

Artikel 22 Einspruch gegen Sondergenehmigungen

(1)

Gegen die Erteilung, Verlängerung oder Ablehnung einer Sondergenehmigung kann Einspruch eingelegt werden.

(2)

Der Einspruch ist innerhalb von 48 Stunden nach Bekanntgabe der Entscheidung schriftlich beim zuständigen Gericht oder der zuständigen Aufsichtsbehörde einzureichen.

(3)

Der Einspruch muss eine nachvollziehbare Begründung enthalten und sich auf rechtliche oder verfahrensbezogene Aspekte stützen.

(4)

Die Einlegung eines Einspruchs hat keine aufschiebende Wirkung, sofern das Gericht nichts anderes anordnet.

(5)

Nach Ablauf der Einspruchsfrist gilt die Sondergenehmigung als rechtskräftig und unanfechtbar.

(6)

Missbräuchliche oder offensichtlich unbegründete Einsprüche können sanktioniert werden.

Artikel 23 Streitkräfte und nationale Sicherheit

§ 1 Bestand und Zweck

(1)

Der Staat San Andreas unterhält zur Wahrung der nationalen Sicherheit und staatlichen Ordnung die Los Santos Army (LS Army) sowie die Los Santos Air Force (LS Air Force).

(2)

Die Streitkräfte dienen ausschließlich der Verteidigung des Staates, dem Schutz der staatlichen Souveränität, der Sicherung kritischer Infrastruktur und der Unterstützung staatlicher Organe in besonderen Lagen.

(3)

Die Streitkräfte sind kein eigenständiges Verfassungsorgan. § 2 Zivile Kontrolle und Unterstellung

(1)

Die Streitkräfte unterliegen der zivilen Kontrolle.

(2)

Die oberste Befehls- und Weisungsgewalt obliegt dem Governor.

(3)

Das Department of Justice ist Aufsichts-, Genehmigungs- und Kontrollbehörde der Streitkräfte und nimmt die Funktion eines Verteidigungsministeriums wahr.

(4)

Die operative Führung erfolgt durch den Obersten General, der dem Governor unmittelbar unterstellt ist. § 3 Einsatzgrundsatz

(1)

Der Einsatz der Streitkräfte ist nur bei besonderer Lage zulässig.

(2)

Eine besondere Lage liegt insbesondere vor bei Naturkatastrophen, Terrorlagen oder Terrorstatus, Ausrufung des Verfassungsnotstandes, DEFCON-Lagen, Krieg oder kriegsähnlichen Zuständen sowie bei ausdrücklicher Anordnung des Governors.

(3)

Eigenständige oder präventive Einsätze ohne staatliche Anordnung sind unzulässig. § 4 Trennung von Militär und innerer Sicherheit

(1)

Die Aufrechterhaltung der inneren Sicherheit obliegt grundsätzlich den Polizeibehörden.

(2)

Die Streitkräfte nehmen keine allgemeine Polizeiarbeit wahr.

(3)

Eine Übertragung polizeilicher Befugnisse ist nur im Kriegsfall oder bei Verfassungsnotstand und ausschließlich auf Anordnung des Governors zulässig. § 5 Militärische Hoheitsgebiete

(1)

Militärische Anlagen und Basen sind militärische Hoheitsgebiete.

(2)

Innerhalb dieser Gebiete gelten besondere Sicherheits- und Zutrittsregelungen.

(3)

Die Streitkräfte sind dort befugt, zur Gefahrenabwehr unmittelbaren Zwang anzuwenden. § 6 Lufthoheit

(1)

Die militärische Kontrolle des Luftraums obliegt den Streitkräften.

(2)

Flugverbotszonen, Abfangmaßnahmen und luftpolizeiliche Maßnahmen sind nur auf gesetzlicher Grundlage und staatlicher Anordnung zulässig. § 7 Rechtliche Kontrolle

(1)

Das Handeln der Streitkräfte unterliegt der Kontrolle durch das Department of Justice.

(2)

Rechtswidrige Handlungen von Militärangehörigen unterliegen der gerichtlichen Prüfung.

(3)

Die Streitkräfte sind an Recht und Verfassung gebunden. § 8 Geheimhaltung

(1)

Militärische Angelegenheiten unterliegen der Geheimhaltung.

(2)

Die Weitergabe sicherheitsrelevanter Informationen ist nur im Rahmen gesetzlicher Befugnisse zulässig. § 9 Gesetzesvorbehalt Die nähere Ausgestaltung regelt das Militärgesetz; es konkretisiert Aufgaben, Befugnisse, Einsatzgrundsätze, Disziplinarrecht und die Zusammenarbeit mit zivilen Behörden.

Artikel 24 Verfassungsnotstand

(1)

Ein Verfassungsnotstand darf nur bei erheblicher Gefahr für Staat und Sicherheit erklärt werden.

(2)

Die Ausrufung erfolgt durch den Governor und bedarf der Zustimmung des Chief Judge; ist dieser verhindert, tritt der dienstälteste Senior Judge an seine Stelle.

(3)

Grundrechte dürfen nur im absolut notwendigen Umfang und zeitlich befristet eingeschränkt werden.

(4)

Jede Maßnahme ist nachprüfbar und schriftlich zu begründen.

(5)

Der Verfassungsnotstand ist auf [__ Tage] befristet; eine Verlängerung bedarf erneuter Zustimmung nach Absatz 2.

Artikel 25 Inkrafttreten & Verfassungsänderung

(1)

Änderungen dieser Verfassung bedürfen eines Beschlusses des Department of Justice und der Zustimmung des Governors.

(2)

Eine Verfassungsänderung setzt eine Zweidrittelmehrheit der aktiven Richterschaft voraus.

(3)

Weder der Governor noch der Chief Judge noch der Attorney General besitzen ein einseitiges Änderungsrecht.

(4)

Ist die Richterschaft nicht in ausreichender Zahl besetzt, um eine Zweidrittelmehrheit zu bilden, ruht das Änderungsverfahren; die Besetzung der Richterschaft nach Artikel 0b Abs. 6 ist unverzüglich herzustellen.

(5)

Diese Verfassung tritt mit ihrer Veröffentlichung in Kraft. Entgegenstehende ältere Bestimmungen treten außer Kraft.